Geschichte der Grusskarte

Erste schriftliche Grüße gab es schon im Altertum

Schon im alten China wurden gute Wünsche zum neuen Jahr versandt. Im frühen Ägypten verwendete man Papyrusrollen um Grüsse zu übermitteln.

Die erste bekannte und verfolgbare Karte in Europa stammt aus dem Jahr 1415. Natürlich waren diese Karten größtenteils Einzelstücke, die per Hand erstellt wurden aber es ist auch bekannt, daß in Deutschland erste Neujahrsgrüsse schon im frühen 14. Jahrhundert mit Holzschnitten produziert wurden. Die Herstellung dieser Karten war natürlich noch viel zu aufwendig, als dass daraus ein Massenphänomän hätte entstehen können.

Die Grusskarte wird populär

Erst 1843 begann die Weihnachtskarte populär zu werden und zwar durch den Briten Henry Cole. Cole beauftragte den Künstler J.C. Horsley eine Weihnachtskarte zu entwerfen.

Das handkolorierte Motiv stellte ein, durch ein Altarbild inspiriertes, Familenfest dar, daß von Zweigen und Reben umrahmt wurde. Die Auflage betrug 1.000 Stück.

[[{"fid":"255","view_mode":"default","type":"media","attributes":{"height":98,"width":150,"style":"padding: 5px; margin-right: 5px; border-width: 1px; border-style: solid; float: left; width: 150px; height: 98px;","alt":"Erste kommerzielle Weihnachtskarte","class":"media-element file-default"}}]]Da Cole nur einen kleinen Teil für private Zwecke verwendete, verkaufte er die restlichen Karten für einen Shilling pro Stück, was in dieser Zeit ein horrender Preis war. Im Dezember 2005 wurde eine jener Karten vom Auktionshaus Aldrige zu einem Preis von 8.800 Pfund (ca. 13.300 Euro) versteigert. Insgesamt existieren noch zwölf Exemplare.

Später wurde das Versenden von Weihnachtskarten, auch durch die Einführung der ersten Briefmarke und der Penny Post, in Grossbritannien sehr beliebt, was den ansässigen Puritanern allerdings missfiel. Sie werteten dies als "unziemliche Fröhlichkeit".

In den USA wurde die Weihnachtskarte 1874 durch den deutschen Einwanderer Louis Prang eingeführt, der einen verbesserten Farbdruck benutzte und bis zu zwanzig verschiedene Farben zur Herstellung nutzte.

Er führte neue Formate ein, organisierte Wettbewerbe für die künstlerische Gestaltung von Weihnachtskarten und wurde ein erfolgreicher Unternehmer und produzierte jährlich bis zu 5 Millionen Karten.

Nach 1880 wurde er allerdings durch billige Importe aus Deutschland aus dem Markt gedrängt.

In Deutschland selbst hielt die Weihnachtskarte erst nach dem ersten Weltkrieg Einzug, obwohl schon früh grosse Mengen für den Export produziert wurden.

Seither wurde das Versenden von Weihnachtsgrüssen immer beliebter und zu privaten Anlässen als auch zur Kundenpflege genutzt.

Mit zunehmender Verbreitung des Internets entstanden auch virtuelle Gruss- und Weihnachtskarten, sogenannte Ecards, die seit 1996 lange Zeit sehr populär waren.

Inzwischen allerdings haben Ecards eher einen zweifelhaften Ruf. Oft kann man diese als Spam ansehen, einige tragen sogar bösartige Viren oder Spionage-Tools in sich, die beim Öffnen aktiv werden.

Zumindest letzteres kann Ihnen zumindest beim versenden von gedruckten Grusskarten nicht passieren.